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Erste Hilfe im Sommer: Wundbehandlung bei Pferden bei Fliegen- und Kriebelmückenplage.
Sobald die Temperaturen im Sommer steigen,mutieren Fliegen Kriebelmücken und Gnitzen zur echten Plage für unsere Pferde. Sie attackieren empfindliche Hautstellen wie die Bauchnaht, Ohren oder die Schweifrübe. Durch den extremen Juckreiz scheuern sich viele Vierbeiner blutig. Es entstehen offene Wunden, die magisch weitere Insekten anziehen und unbehandelt zu schweren Entzündungen oder dem gefürchteten Sommerekzem führen können.
Wie du Wunden im Sommer richtig versorgst und dein Pferd effektiv schützt, erfährst du in diesem Leitfaden.
Das Problem: Warum Insekten auf Wunden fliegen.
Fliegen und Mücken ernähren sich unter anderem von Blut und Wundsekreten. Landen sie auf einer offenen Hautstelle, infizieren sie diese leicht mit Bakterien. Kriebelmücken beißen zudem winzige Wunden in die Haut, deren Speichel allergische Reaktionen und extremen Juckreiz auslöst. Ein Teufelskreis aus Jucken, Scheuern und schlechter Wundheilung beginnt.
Schritt-für-Schritt: Die richtige Wundbehandlung.
Wenn die Haut bereits offen oder verkrustet ist, solltest du planvoll vorgehen:
1. Reinigen und Desinfizieren: Spüle die Wunde vorsichtig mit Jodseife für Pferde aus.
Dreck und Krusten müssen sanft entfernt werden.
2. Juckreiz lindern & Heilung fördern: Trage eine beruhigende Wundsalbe auf. Zinksalbe
eignet sich hervorragend für feuchte, nässende Wunden, da sie die Stelle austrocknet.
3. Mechanische Barriere aufbauen: Eine dicke Schicht Zinksalbe schützt die Wunde kurzfristig
wie ein Pflaster vor den Insekten.
Prävention: So verhinderst du neue Stiche.
Die beste Wundheilung bringt nichts, wenn die Insekten sofort nachlegen. Schütze dein Pferd
mit diesen Maßnahmen:
Ekzemer- und Fliegendecken: Eine engmaschige Ekzemerdecke
schützt den gesamten
Rumpf sowie die Bauchnaht physisch vor den Angreifern. Oder auch eine Fliegendecke
mit Bauchlatz. Nutzen Sie zudem Fliegenmasken für die Ohren und Augen.
Weidezeiten anpassen: Kriebelmücken und Gnitzen sind besonders in den Morgen- und
Abendstunden (Dämmerung) aktiv. Hole empfindliche Pferde zu diesen Zeiten am
besten in den schattigen Stall.
Weidemanagement: Halte die Koppeln fern von stehenden Gewässern oder feuchten
Gräben, da sich Mücken dort rasant vermehren.
Wann muss der Tierarzt kommen?Große, tief klaffende oder bereits stark eiternde Wunden
gehören immer in die Hände einer Tierarztpraxis. Auch wenn das Pferd Fieber entwickelt,
sich apathisch verhält oder großflächige Schwellungen zeigt, solltest du nicht zögern.
Hast du auch ein Pferd, das im Sommer stark unter Insekten leidet? Schreib es in die Kommentare…
